Peter Weidel

Peter Wei­del wur­de 1946 in Kul­pin bei Rat­ze­burg (Schles­wig Hol­stein) als Sohn einer Land­ar­bei­ter­fa­mi­lie gebo­ren. Kul­pin war ein klas­si­scher Guts­be­zirk mit einem Rit­ter­gut und vie­len grö­ße­ren und klei­ne­ren land­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben. Im Dorf Kul­pin leb­te er bis zu sei­nem 16. Lebens­jahr. Sei­ne Sozia­li­sa­ti­on und spä­te­re Tätig­keit als Gewerk­schafts­se­kre­tär wur­de geprägt durch die in die­ser Zeit noch recht har­ten und kar­gen Bedin­gun­gen auf den Dör­fern und dem von dem Milieu der noch in den fünf­zi­ger und sech­zi­ger Jah­ren des vori­gen Jahr­hun­derts abhän­gi­gen Land­ar­bei­tern.

Nach einer gärt­ne­ri­schen Aus­bil­dung und Aus­bil­dung zum Gewerk­schafts­se­kre­tär bei der Gewerk­schaft Gar­ten­bau, Land- und Forst­wirt­schaft über­nahm er zum 1. Janu­ar 1970 die Geschäfts­stel­le der GGLF in Preetz bei Kiel und wur­de Bezirks­lei­ter für die Regi­on Kiel, Plön und Sege­berg. Am 30. Juni 1986 wähl­ten ihn die Mit­glie­der einer Kon­fe­renz zum Lan­des­be­zirks­lei­ter von Nord­mark. In die­ser Funk­ti­on konn­te er in Schles­wig-Hol­stein und auf Bun­des­ebe­ne vie­le Loh-n und Arbeits­be­din­gun­gen, Rege­lun­gen der beruf­li­chen Bil­dung und Qua­li­fi­zie­rung durch Tarif­ver­ein­ba­run­gen mit­ge­stal­ten. Nach dem Zusam­men­schluss der Gewerk­schaf­ten Bau Stei­ne Erden und Gar­ten­bau, Land- und Forst­wirt­schaft im Jahr 1996 wur­de er in der neu­en Gewerk­schaft zustän­dig für die Län­der Schles­wig-Hol­stein, Ham­burg und Meck­len­burg-Vor­pom­mern, spä­ter auch für das Land Nie­der­sach­sen als Tarif- und poli­ti­scher Lan­des­se­kre­tär für die Ver­tre­tung der „grü­nen Beru­fe“. Zu sei­nen Auf­ga­ben gehör­te auch die Mit­ar­beit in der land­wirt­schaft­li­chen Selbst­ver­wal­tung und Betreu­ung der Arbeit­neh­mer­grup­pe in den Gre­mi­en. Von 1971 bis 2008 war er Mit­glied des Vor­stan­des  und der Haupt­ver­samm­lung der Land­wirt­schaft­kam­mer in Schles­wig-Hol­stein und der land­wirt­schaft­li­chen Berufs­ge­nos­sen­schaft Schles­wig-Hol­stein und Ham­burg.

Nach sei­nem Aus­schei­den als haupt­amt­li­cher Sekre­tär in den Ruhe­stand Ende 2007, betreu­te er noch eini­ge Jah­re die Arbeit­neh­mer­grup­pen in der Regi­on sowie die Vize­prä­si­den­ten und Arbeit­neh­mer­re­fe­ren­ten in den Län­dern als Ver­bin­dungs­se­kre­tär zur IG BAU und führt wei­ter­hin für die Bil­dungs­ein­rich­tun­gen der Gewerk­schaft Arbeit­neh­mer-Semi­na­re durch.  Als Zeit­zeu­ge und ehe­ma­li­ger Bewoh­ner eines Dor­fes war es für ihn eine Her­aus­for­de­rung an dem Pro­jekt von PECO mit­zu­ar­bei­ten, und ein mög­lichst zutref­fen­des Bild der alten Zeit zu lie­fern.