Mitbestimmung

Die Forderung nach Mitbestimmung nach heutigem Verständnis entwickelte sich in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die nach der Revolution gegründeten und dann wieder zerschlagenen Arbeiter- und Soldatenräte, sowie der Versuch in der Weimarer Zeit demokratische Strukturen in das gesellschaftliche Leben einzubringen, blieb in den Köpfen der organisierten Arbeiterschaft über den Faschismus hinaus bestehen. Auch auf dem Lande schlugen sich diese Ideen nieder und es entwickelten sich die unterschiedlichsten Formen der Beteiligungsmöglichkeiten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf betrieblicher (Betriebsräte) und überbetrieblicher (Landwirtschaftskammern) Ebene.

Zeitabschnitt 1909 – 33

Aufruf und Verordnung über die Bildung von Bauern- und Landarbeiterräten 1919 (Auszug)

Gewerkschaftliche Selbsthilfe der Landarbeiter; Hg. Zentralverband der Forst-, Land- und Weinberg arbeiter Deutschlands, Selbstverlag des Zentralverbandes, Bielefeld 1919

Zeitabschnitt durchgängig

Die Selbstbestimmung eines Berufsstandes wird geboren – Landwirtschaftskammern und die Idee der Selbstverwaltung (am Beispiel Schleswig-Holsteins)

Bearbeitet von Peter Weidel